http://www.futura-nostra.de

Hier stehen nützliche Tipps, wie Sie Spenden steuerlich geltend machen können:

Veranlagung von Sachspenden:

Es besteht die Möglichkeit für Unternehmen, durch Sachspenden Gutes zu tun, was auch sehr einfach ist, aber man sollte dabei einige Regeln beachten:

Sachspenden können Sie wie normale Spenden steuerlich geltend machen, wenn Sie als Spender eine Spendenbescheinigung erhalten. Sie muss aber folgende Angaben enthalten: Art des Gegenstandes, Alter, Zustand sowie ursprünglicher Kaufpreis.

Zu berücksichtigen bei Entnahme aus dem Betriebsvermögen:
Freiberufler und Unternehmer können auch Gegenstände aus ihrem Betriebsvermögen spenden wie zum Beispiel einen Rechner. Die Sachspende muss dazu aus dem Betriebsvermögen entnommen werden. Die Spende kann zum Buchwert angesetzt werden, wenn das Wirtschaftsgut direkt nach der Entnahme für steuerbegünstigte Zwecke benutzt wird (§ 6 Abs. 1 Nr. 4 u. 5 EStG). Sollte die Sachspende abgeschrieben sein, beträgt der Wert einen Euro. Sollte kein Erinnerungswert mehr ausgewiesen sein, beträgt der Sachwert der Entnahme null Euro. Allerdings unterliegt die Entnahme der Umsatzsteuer und den Wiederbeschaffungskosten zur Zeit der Entnahme (10 Abs. 4 UStG). Das bedeutet das der Unternehmer den Betrag anzusetzen hat, den er bei einem Verkauf zum Zeitpunkt der Entnahme generieren könnte.

Beispiel für die Berechnung der Umsatzsteuer:
Der Unternehmer spendet einen Rechner an eine caritative Einrichtung welcher bis auf einen buchhalterischen Wert von 1 Euro abgeschrieben ist. Der Rechner hat aber noch einen Marktwert von 100 €. Da der Rechner gespendet wird, muss der Marktwert hinzugezogen werden. Ergo 100 € x 19% MWSt. = 19 €. Die Sachspende ist also mit dem Entnahmewert plus der angefallenen Umsatzsteuer anzusetzen (R 10b.1 Abs. 1 Satz 4 EStR). Für unseren Beispielrechner darf die Spendenquittung auf den Betrag von höchstesn 1 € + 19 € = 20 € ausgestellt sein. Wenn also Unternehmer Sachwerte aus ihrem Betriebsvermögen spenden, muss in jedem Fall die Umsatzsteuer berücksichtigt werden, wenn die Spende mit Vorsteuerabzug erworben wurde. Bei einer Entnahme zum Buchwert darf die Sachspende den Entnahmewert + MWSt. nicht überschreiten und nur dieser Betrag darf bei Sonderausgaben geltend gemacht werden.

Anders verhält es sich bei Sachspenden aus dem Privatvermögen:
Hier ist immer der Marktwert des gespendeten Wirtschaftsgutes für die Spendenbescheinigung relevant (§ 10b Abs. 3 Satz 3 EStG). und es fällt keine MWSt. an.